Tipps zur Reisefotografie: Worauf sollten Sie achten?
Während professionelle Reisefotografen durchaus mit großem Equipment auf Tour gehen, sieht es beim semi-professionellen Fotografen oder dem ambitionierten Amateur eher so aus, dass die begrenzte Urlaubszeit sowohl zur Fotografie als auch zur Erholung dient. Das bedeutet natürlich auch, dass sich das mitgeführte Equipment in Gewicht und Umfang eher dem Erholungszweck anpasst und bei Besichtigungstouren am Urlaubsort nicht zur extremen Belastung werden sollte.
Das Wichtigste: Kamera & Objektive- weitere Tipps zur Reisefotografie
Weiteres Equipment zum Fotografieren auf Reisen
Ein Einbeinstativ ist der ideale Reisebegleiter für Aufnahmen mit dem Teleobjektiv. Leicht und stufenlos in der Höhe einstellbar, bietet es Ihnen bei geringem Gewicht die beste Möglichkeit, die Kamera mit dem Objektiv ruhig zu halten. Besitzt die Kamera zudem einen kabellosen Fernauslöser, können mit einem Einbeinstativ Aufnahmen aus einem erhöhten Blickwinkel gemacht werden. Das erlaubt durchaus Einsichten, die sonst nur mit einer Kamera-Drohne möglich sind.
Energie ist heute ebenfalls ein wichtiger Punkt. Am besten ist die Kamera mit einem Batteriefach ausgestattet, in welches AA-Batterien beziehungsweise Akkus passen. Gerade auf Reisen ist das AA- oder auch das AAA-Batterieformat im Notfall überall erhältlich und somit ein ärgerlicher Engpass ausgeschlossen. Wer sich in einsame Wüstengegenden zurückzieht, kann zusätzlich auch noch eine Powerbank mitführen.
Die Speicherkarte in der Kamera sollte so groß sein, dass Sie auch Videos ohne Platzprobleme aufnehmen können. Im Idealfall gehört zum Equipment noch ein weiterer Speicher, vielleicht ein 5-Zoll-Tablet mit Festplatte zum Überspielen und Betrachten der Fotos.
Alles zusammen lässt sich in einer entsprechenden Kameratasche gut unterbringen und schon kann die Foto-Tour losgehen.
Automatikmodus oder manuell fotografieren? Noch mehr Tipps zur Reisefotografie
Moderne Kameras bieten für verschiedene Situationen Automatikprogramme mit festen Voreinstellungen, sodass nur das entsprechende Menü gewählt werden muss. Eine gute Kamera besitzt aber auch einen manuellen Modus, der es erlaubt Schärfe, Blendenzahl, ISO und Verschlusszeit selbst zu wählen. Das ergibt mitunter das bessere Ergebnis, weil Automatikprogramme nicht allen äußeren Einflüssen gewachsen sind.
Bei Digitalkameras setzt sich die richtige Einstellung aus den Faktoren Blende, Belichtungszeit und ISO zusammen. Je nach Kameramodell wird im Display schon vorher angezeigt, ob das Bild unter- oder überbelichtet sein wird.
Der ISO-Wert entspricht der früher bei Rollfilmen angegebenen Lichtempfindlichkeit. Bei normalem Tageslicht sollte ein möglichst niedriger ISO-Wert gewählt werden. Erst mit zunehmender Dunkelheit kann der ISO-Wert, ohne Blitz-Verwendung, hoch gesetzt werden. Hier sollte jedoch immer darauf geachtet werden, dass sehr hohe ISO-Werte, zum Beispiel ISO 1600, zu einem starken Bildrauschen führen können.
Mit einer offenen Blende beziehungsweise einer niedrigen Blendenzahl im manuellen Modus kann beispielsweise der Hintergrund bei einer Porträtfotografie unscharf gemacht werden. Ein schöner Effekt, der mit Automatikprogrammen kaum zu bewerkstelligen ist. Nimmt man bewegte Motive auf, wirken diese Bewegungen im Vordergrund wie „eingefroren“.
Bei einigen Motiven sind die Automatikprogramme jedoch völlig ausreichend beziehungsweise sogar hilfreich. So etwa Programme für Panoramabilder oder Aufnahmen in Serie. Im manuellen Modus bedarf es etwas Übung und interessanterweise gilt für Digitalkameras dasselbe wie für ihre analogen Vorgänger: Jede hat ihre Eigenheiten, mit der sich ihr Besitzer vertraut machen sollte. Übung macht den Meister und bringt Ergebnisse, die den Fotografen von der Masse abheben. Aus diesem Grund der wichtige Tipp: Man sollte sich bereits vor der Reise ausführlich mit der Kamera vertraut gemacht haben, damit nichts schiefgehen kann.
Die richtige Motiv-Wahl zum Thema Reisefotografie
Landschaftsaufnahmen sollten Sie immer so wählen, dass der Betrachter einen Bezugspunkt erhält, der ihm die Tiefe des Bildes verdeutlicht. Das kann einerseits ein Gegenstand oder eine Person im Vordergrund sein, andererseits aber auch Schattenfall im Gelände. Damit sind wir beim Thema Lichtverhältnisse: Die kontrastreichsten Landschaftsbilder lassen sich mit der Morgen- und der Abendsonne erzeugen. Das sehr helle Mittagslicht hingegen kann genutzt werden, um Detailaufnahmen zu machen. Etwa eine Makroaufnahme von heimischen Insekten oder Pflanzen, mitunter auch Architektur-Details oder Aufnahmen von Menschen in ihrer Umgebung. Nebel, Regen und ein wolkenverhangener Himmel sind übrigens durchaus kein Grund, die Kamera auf die Seite zu legen. Im Gegenteil: Derartige Lichtverhältnisse erlauben in der richtigen Umgebung fantastische Stimmungsbilder.
Lokalkolorit – Sehr wichtig bei Reisefotografie
Gute Bilder können durch Schönheit und Motivwahl überzeugen, sehr gute Bilder erzählen eine Geschichte.
Jasmin ist für die Radeberger Bilderrahmen GmbH tätig und betreut die Online Redaktion des Online-Shops https://www.rahmenversand.com. Redaktionelle Tätigkeiten, Social Media und Markenstrategien zählen zu den bevorzugten Themengebieten.
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